Die Polizei und die Bundeswehr. Nach der Bundeswehr zur Polizei?!

Die Polizei und die Bundeswehr. Nach der Bundeswehr zur Polizei?!

Du möchtest nach der Bundeswehr zur Polizei? Dann bist du hier genau richtig.

Aus meinen eigenen Erfahrungen weiß ich, dass Interessenten der Bundeswehr häufig ebenfalls Interesse am Polizeiberuf zeigen. Andersherum zeigen ebenfalls viele Polizisten (oder jene die es unter Umständen werden wollen) starkes Interesse an der Bundeswehr.

Was ist der Grund für diese Interessengleichheit?

Gemeinsamkeiten

Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten, denn die beiden Berufe weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Hier einige Gemeinsamkeiten der beiden Berufe.

  1. Teamwork oder Kameradschaft sind die Grundlagen beider Berufe
  2. Die Arbeit mit Menschen
  3. Viel Verantwortung
  4. Der Dienst für Staat und Bevölkerung
  5. Enorme Vielseitigkeit
  6. Beamtenstatus (auf Zeit)
  7. Hierarchische Struktur

Zu den bereits genannten Gemeinsamkeiten kommen noch ähnliche Ausbildungsinhalte bezogen auf Terror, Wachdienst, Umgang mit Ausrüstung (z.B. Waffen) oder Personenkontrollen.

Darüber hinaus sind Bundeswehr und Polizei im Rahmen gemeinsamer Zuständigkeiten oft zusammen eingesetzt. Bei Naturkatastrophen oder zivilen Notsituationen arbeiten Polizei und Bundeswehr bereits häufig Hand in Hand. Auch die gemeinsame Terrorbekämpfung im Inland ist immer wieder ein Thema in der Politik und den Medien. Die Militärpolizei, also die Feldjäger, arbeiten auch immer wieder an der Schnittstelle der beiden Behörden. So sind die Feldjäger für Soldaten zuständig, welche sich in der Öffentlichkeit ungebührlich verhalten. Aus- und Fortbildungen von Polizei und Bundeswehr werden ebenfalls häufig zusammen durchgeführt.

Eine besondere Art der Zusammenarbeit findet in den gemeinsamen Auslandseinsätzen statt. Denn nicht nur die Bundeswehr ist im Ausland eingesetzt, sondern genauso Polizisten. So arbeiten deutsche Polizisten und das Militär z.B. in Afghanistan, Mali, Kosovo und in weiteren Auslandseinsätzen zusammen. Du siehst also, dass die Gemeinsamkeiten wirklich außergewöhnlich sind. Nicht umsonst bewerben sich viele junge Bewerber sowohl bei der Bundeswehr, als auch bei der Polizei und entscheiden sich, je nach Ausgang des Einstellungstests und persönlicher Präferenz, für einen der beiden Arbeitgeber.

Dienstzeitende und nun?!

Für viele Bewerber bleibt das gemeinsame Interesse auch über die Verpflichtungszeit hinaus bestehen. Irgendwann kommt dann das Dienstzeitende. Je nach Laufbahn nach wenigen Monaten oder einigen Jahren. Ist die Polizei dann noch eine Möglichkeit für dich? Kannst du nach der Bundeswehr zur Polizei? Die Antwort ist definitiv, ja!

Es gibt unzählige Kameraden, die sich nach der Karriere innerhalb der Bundeswehr für den Dienst bei der Polizei entscheiden. Dies ist im Übrigen in den meisten Ländern der Welt ähnlich. Die beim Militär erworbenen Kompetenzen lassen sich sehr gut auf den Polizeiberuf adaptieren.

Ich selber bin diesen Weg gegangen. Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich eine Karriere im gehobenen Polizeidienst eingeschlagen und kann daher diesen Weg, sodann er für dich interessant ist, wirklich empfehlen.

Die genannten Gemeinsamkeiten und Kompetenzübereinstimmungen führen auch in Deutschland bei vielen Polizeibehörden für einen erleichterten Übergang von ehemaligen Soldaten zum Polizeidienst. Möchtest du nach der Bundeswehr zur Polizei, so sind in vielen Bundesländern eine verkürzte Polizeiausbildungszeit für ehemalige Soldaten gang und gebe. Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr unterstützt dich ebenfalls, falls du diesen Weg einschlagen möchtest.

Wo kann ich mich weiter informieren?

Hast du ebenfalls Interesse deinen Dienst bei der Polizei zu beginnen? Möchtest du nun nach der Bundeswehr zur Polizei oder möchtest du dich sogar bei beiden Arbeitgebern bewerben? Hierfür gibt es viele Möglichkeiten sich zu informieren. Aufgrund meines militärischen und polizeilichen Hintergrundes habe ich eine Webseite für Interessenten der Polizei aufgebaut. Diese dient ganz ähnlich dieser Webseite, zur übergreifenden Informationsgewinnung zu den Voraussetzungen und dem Polizei Einstellungstest der verschiedenen Polizeibehörden im Bundesgebiet. Hier kannst du dich unter Anderem weiter informieren:

  1. Die offiziellen Internetauftritte der jeweiligen Polizei
  2. Der Berufsförderungsdienst
  3. Informationsveranstaltungen der Polizei
  4. Meine Webseite (Uniformkarriere.com) → KLICKE HIER

Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Bundeswehr Einstellungstest oder vielleicht sogar beim Polizei Einstellungstest. Brauchst du weitere Informationen zum Bundeswehr Einstellungstest, kannst du dich einfach auf diesem Blog informieren. Interessierst du dich z.B. für die Mannschaftslaufbahn, die Unteroffizierslaufbahn oder die Offizierslaufbahn oder die allgemeinen Voraussetzungen besuche einfach die jeweilige Unterseite.

Noch mehr Wichtiges für das Bundeswehr Auswahlverfahren

Weitere wichtige Tipps für das Bundeswehr Auswahlverfahren

Bundeswehr Auswahlverfahren und Einstellungstest

Das Bundeswehr Auswahlverfahren ist wie schon häufig auf dieser Seite (Startseite) geschildert alles andere als leicht. Die meisten Bewerber scheitern daran. Umso wichtiger ist die richtige Vorbereitung und auch die richtigen Ansprechpartner bzw. Informationen im Bewerbungsprozess. Du erhältst viele wichtige Informationen aus erster Hand, hier auf dieser Webseite. Zum Beispiel zur Bewerbung oder zum Gehalt oder aber auch für die Bewerbung in der Unteroffizierslaufbahn oder der Offizierslaufbahn. Zusätzlich telefoniere bzw. skype ich mit Philipp im verlinkten Video und bespreche mit ihm einige wichtige Tipps und Hintergrundinformationen zum Bundeswehr Auswahlverfahren. Dieses Video wiederholt einige Aspekte. Dies ist für deine Vorbereitung jedoch keineswegs nachteilig. Wichtige Tipps und wichtige Informationen kann man, meiner Meinung nach, nicht oft genug wiederholen. So kannst du Gelerntes auch in Stresssituationen, wie z.B. einem Bundeswehr Auswahlverfahren anwenden. Weiterhin ist die visuelle bzw. auditive Möglichkeit für viele Menschen ebenfalls eine gute Alternative zum geschriebenem Wort. Wenn du magst, schaue dir das Video einfach an. Ich werde aber auch ergänzend zum Video hier die angesprochenen Punkte kurz zusammenfassen.

Wenn du magst, trete doch auch meiner Facebookgruppe bei. Hier erhälst du ebenfalls die angesprochenen wichtigen Tipps und Information im Austausch mit einer großen Community von Bewerbern, ehemaligen oder aktiven Soldaten. Um zur Facebookgruppe zu gelangen: KLICKE HIER

Erfahrungen und Informationen aus erster Hand

Die Erfahrungen aus erster Hand sind sehr wichtig. Sie sorgen für Sicherheit im Bundeswehr Auswahlverfahren. Aktive und ehemalige Soldaten können dir am besten sagen, was wirklich wichtig ist. Hier bieten sich persönliche Kontakte wie z.B. in meiner Facebookgruppe an. Natürlich kannst du dich auch einfach mit meiner Seite oder mit meinem Buch vorbereiten. Hier berichte ich ja ebenfalls aus meinen eigenen Erfahrungen.

Austausch mit Anderen

Der Austausch mit Anderen ist wie oben bereits beschrieben ebenfalls vorteilhaft. Zum Einen können hier wichtige Informationen ausgetauscht werden und zum Anderen gibt der Kontakt mit anderen Bewerbern oder Soldaten eine gewisse Sicherheit. Beispielsweise werden (in der Facebookgruppe) auch Fahrgemeinschaften für den Einstellungstest gebildet oder Informationen zur Vorbereitung ausgetauscht.

Die Kleidung

Die Kleidung ist ein entscheidender Faktor im Bundeswehr Auswahlverfahren. Versuche für deine zukünftige Tätigkeit angemessen gekleidet zu sein. Was heißt das genau? Nun ja, du willst Verantwortung übernehmen und eventuell sogar Menschen führen? Du willst einen gesellschaftlich anerkannten Beruf. Du willst zeigen, dass du seriös und professionell agieren kannst?

Dann ziehe dich dementspechend an. Ein Anzug ist hier die richtige Wahl! Ich weiß, dass es durchaus auch andere Meinungen diesbezüglich gibt. Ich kann dir jedoch aus meiner eigenen und der Erfahrung vieler weiterer Bewerber sagen, dass ein Anzug seitens der Prüfer niemals negativ ausgelegt wurde. Eine einzige Ausnahme gibt es meiner Auffassung nach schon. Wenn du dich sehr unwohl in einem Anzug fühlst und nicht mehr authentisch wirken kannst sind eine gute Jeans und ein Hemd, sowie gepflegte Schuhe ausreichend. Für weibliche Bewerber zählen dementsprechende Äquivalente.

Authentizität

Über die Wichtigkeit deiner Authentizität habe ich ausführlich auf der Unterseite für die Unteroffizierslaufbahn und der Offizierslaufbahn geschrieben. Schaue es dir einfach an wenn du möchtest.

Hintergrundwissen

Durch ein gutes Hintergrundwissen zeigst du den Prüfern, dass du dich mit deinem Berufswunsch auseinandergesetzt hast. Du hast die Tragweite deiner Entscheidung zur Bundeswehr zu gehen verstanden und verschaffst dir einen großen Vorteil vor anderen Bewerbern. Beispiele für das Hintergrundwissen sind das Verständnis für den Auftrag der Bundeswehr, für den Aufbau der Bundeswehr oder für Auslandseinsätze. Diese Themen werden jedoch alle auf diesem Blog bzw. auf der Webseite thematisiert.

Ich wünsche dir nun viel Spaß mit dem Video und viel Erfolg beim Bundeswehr Auswahlverfahren!

Vorbereitung für den Test

Erfolgreich Online für Bundeswehr Einstellungstest vorbereiten

Für die Vorbereitung auf den Bundeswehr Einstellungstest gibt es heutzutage unzählige Angebote und Möglichkeiten. Apps, Bücher, Online-Kurse, Online-Tests, YouTube-Kanäle, Coachings und Seminare – als Bewerber kann man hier leicht den Überblick verlieren. Vor allem ist es sehr zeitaufwendig die einzelnen Angebote zu finden und zu prüfen, was einem wirklich weiterhelfen kann und was nicht. In diesem Artikel möchte ich dir einen Überblick über die interessantesten kostenlosen und kostenpflichtigen Produkte und Seiten geben.

Kostenlose Tests und Apps

Im Internet gibt es zahlreiche kostenlose Tests, die direkt im Browser absolviert werden können. Die Tests sind nicht besonders umfangreich aber können einem dennoch einen kleinen Einblick in das Thema verschaffen. Die Tests eignen sich eher als kleiner Spaß für Zwischendurch und bieten keine umfangreiche und professionelle Vorbereitung. Ich kann aber jedem empfehlen es einfach mal auszuprobieren, schließlich hat man bei solchen Gratis-Tests nichts zu verlieren.

Auf der Seite https://eignungstest-bundeswehr.plakos.de gibt es einen Test mit insgesamt ca. 30 Aufgaben. Der Test beinhaltet verschiedene Aufgabentypen beispielsweise zum Thema technisches Verständnis, Sprachverständnis oder auch Allgemeinwissen. Besonders interessant ist der Matrizentest oder der Konzentrationstest bei dem einen verschiedene Kombinationen aus den Buchstaben b,p,q und d angezeigt werden und man zählen muss, wie häufig einer dieser Buchstaben in der Wortreihe vorhanden ist.

Wenn man alle Fragen beantwortet hat, dann wird einem ein Testergebnis angezeigt, bei dem die eigenen Leistungen ins Verhältnis der anderen Bewerber gesetzt wird. Somit kann man ungefähr einschätzen, wo man mit den eigenen Leistungen steht.

Plakos bietet neben dem kostenlosen Test auch eine Bundeswehr Einstellungstest App für Android und iPhone / iOS an. Innerhalb der App stehen die Tests Allgemeinwissen, Logisches Denken, Sprachgefühl / Grammatik und Technik kostenfrei zur Verfügung. Daneben gibt es ein paar kostenpflichtige Tests, die innerhalb der App gebucht werden können. Die kostenpflichtigen Tests habe ich bisher noch nicht ausprobiert und kann daher auch keine Einschätzung dazu geben, ob diese besonders gut sind oder nicht. Die Apps kannst du dir einfach über den folgenden Link herunterladen:

Kostenlose Einstellungstest App Android:

https://goo.gl/j95Ffv

Kostenlose Einstellungstest App iOS / iPhone:

https://goo.gl/W4epdY

Ein weiterer Test ist von www.testedich.de und hier

(http://www.testedich.de/quiz41/quiz/1463559908/Bundeswehr-Einstellungstest-online-ueben) zu finden. Der Test beinhaltet Fragen zum Thema Rechtschreibung und Grammatik, einige Fragen zum Thema Allgemeinwissen und ein paar fachspezifische Fragen zur Bundeswehr. Er ist ähnlich umfangreich wie der Test von Plakos, erhält allerdings keine Bilder und Grafiken.

Sehr beliebtes Online-Programm für die Vorbereitung auf den Eignungstest

Wer sich intensiv auf den Bundeswehr Einstellungstest vorbereiten möchte, der kann sich mal die Seite www.bundeswehr-einstellungstest.de ansehen. Dort gibt es sehr viele Informationen und ein umfangreiches Online-Paket für die Vorbereitung auf den Eignungstest. Das Paket enthält Aufgaben, Tests und Videos zu allen wichtigen Bereichen des Tests.

Neben den typischen Aufgabentypen wie Allgemeinwissenstests oder Mathe-/Logiktests und Sprachtests enthält das Programm auch interaktive Konzentrationstests die sehr spannend sind und eine optimale Vorbereitung ermöglichen. Sehr beliebt ist zum Beispiel der Chinesische Zeichen Test, der in dieser Form auf keiner anderen Seite oder in keinem anderen Programm im Internet zu finden ist. Das Online-Programm enthält außerdem über zwei Stunden Videomaterial zum Thema Assessment Center und Vorstellungsgespräch. Die Videos helfen dir einen Einblick in die typischen Aufgaben eines AC zu erhalten. Beispielsweise gibt es Tipps zur Gruppendiskussion, zum Rollenspiel oder auch wie man sich selbst am besten präsentieren kann und wie man besser auf die eigene Körpersprache in Stresssituationen achten kann.

Derzeit nehme ich mit den Jungs von www.bundeswehr-einstellungstest.de einen neuen Online-Video-Kurs zum Thema “Psychologischer Test” auf. Sobald der neue Kurs online ist, werde ich selbstverständlich auch davon berichten.

YouTube Videos mit Erfahrungsberichten zum Eignungstest und zur Ausbildung

Mittlerweile gibt es zahlreiche YouTube-Videos mit Erfahrungsberichten und Tipps zum Eignungstest. Ich habe dir hier mal zwei Videos rausgepickt, die ich besonders interessant finde. Das eine ist von Paddy, wer die Musterung bei der Bundeswehr erfolgreich durchlaufen hat.

Ich möchte dir außerdem Rene vorstellen, der bei der Bundeswehr ist und Videos zum Einstellungstest und auch zur Grundausbildung gemacht hat. In dem folgenden Video berichtet Rene beispielsweise von den ersten vier Wochen seiner Grundausbildung aus dem Jahr 2015.

 

Facebook Gruppen für Bewerber der Bundeswehr

Ich selbst betreibe eine Facebook Gruppe (https://www.facebook.com/groups/1720674358225598/) in der sich Bewerber untereinander austauschen können und wo ich auch selbst Tipps gebe und von eigenen Erfahrungen berichte. Es handelt sich dabei um eine geschlossene Facebook-Gruppe und du musst einfach eine Anfrage stellen um Mitglied zu werden. Die Gruppe ist geschlossen, damit nicht deine Facebook-Freunde die Nachrichten in der Gruppe lesen können, sofern sie nicht selbst Mitglied sind.

Neben meiner eigenen Facebook Gruppe kann ich noch die folgende Gruppe mit über 3500 Mitgliedern empfehlen, in der es ebenfalls sehr rege Diskussionen um den Einstellungstest gibt und immer wieder Bewerber von ihren Erfahrungen berichten und Tipps geben, wie man sich am besten auf die Auswahlprüfung vorbereiten kann. Hier der Link: https://www.facebook.com/groups/bundeswehreinstellungstest/

Bücher für die Vorbereitung

Mittlerweile gibt es eine breite Palette an Büchern mit Übungsaufgaben, Erfahrungsberichten und Tipps zu kaufen. Viele Jahre lang haben sich die meisten Bewerber mit Büchern vom Ausbildungspark Verlag oder von Hesse / Schrader vorbereitet. Seit einigen Monaten gibt es aber immer mehr spannende Alternativen, die teilweise günstiger sind und auch aus erster Hand von Erfahrungen berichten.

Mein eigenes Buch zum psychologischen Test findest du auf Amazon: Klicke dafür einfach HIER

Neben meinem eigenen Buch finde ich das Buch von Plakos sehr interessant, da es um einiges günstiger ist als die Bücher der Konkurrenz und trotzdem sehr umfangreich ist. (Klicke Hier) Das Buch enthält übrigens einen 17€ Gutschein für die Online-Programme. Derzeit gibt es ein kostenloses Buch zu gewinnen. Philipp von Plakos hat dazu auch ein kleines YouTube Video erstellt, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Bündnisse und Auslandseinsätze der Bundeswehr

Vielleicht das wichtigste Thema?!

Auslandseinsätze Bundeswehr

Im Rahmen des Einstellungstest werden die Auslandseinsätze mehr als einmal thematisiert. Die Prüfer machen den Bewerbern deutlich, dass eine Auslandsverwendung für Bundeswehrsoldaten sehr Wahrscheinlich ist. Aus diesem Grund ist es für die Prüfer extrem wichtig, dass der Bewerber sich mit den Auslandseinsätzen und der möglichen Auslandsverwendung auseinandergesetzt hat.

Das Grundgesetz sieht nach Art. 24 die Wahrung des Friedens in einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit vor. Die Bundesrepublik Deutschland kann damit, um eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen Völkern herzustellen, Bündnisse eingehen und auch an Auslandseinsätze teilnehmen.

Das wohl bekannteste und älteste Bündnis der Bundeswehr ist die NATO. Die Bundesrepublik Deutschland ist am 9. Mai 1955 der NATO mit ihren Streitkräften beigetreten. Die NATO diente im Ost-West-Konflikt der gemeinsamen Verteidigung der westlichen Welt. Im NATO Vertrag ist der so genannte Bündnisfall dargelegt. Der Bündnisfall tritt dann ein, wenn ein NATO Mitglied von einer feindlichen Macht angegriffen wird. In diesem Fall erklären sich alle NATO Mitglieder bereit, zum Schutz und zur Sicherheit des angegriffenen Bündnispartners oder Verbündeten Krieg zu führen. Der Bündnisfall wurde bisher nur nach dem 11. September 2001 ausgerufen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wird die Sinnhaftigkeit der NATO oftmals diskutiert. Voraussichtlich wird die NATO jedoch noch lange fortbestehen.

Europäische Union

Auch die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben eine eigene Sicherheit und Verteidigungspolitik. Diese ist im jugendlichen Herdlein Im Jahr 1999 geregelt worden. Somit sollen alle Mitgliedstaaten 60.000 Soldaten für eigene, ein europäische Eingreiftruppe bereitstellen. Deutschland als bevölkerungsreichstes Land der Europäischen Union muss dementsprechend anteilig eine große Anzahl von Soldaten zur Verfügung stellen.

Vereinte Nationen

Deutschland ist Teil der Vereinten Nationen und hat sich bereit erklärt sich mit etwa 1000 Soldaten an den Missionen der Vereinten Nation zu beteiligen.

Auslandseinsätze der Bundeswehr

Im Rahmen dieser Bündnisse ist die Bundeswehr seit vielen Jahren auch im Ausland eingesetzt. Denn besonders seit 1990 wird die Bundeswehr um den Frieden außerhalb Deutschlands zu erhalten bzw. friedenssichernde Maßnahmen außerhalb Deutschlands durchzuführen in internationalen Einsätzen eingesetzt.

Diese Auslandseinsätze sind in der Bevölkerung und in der Politik zum Teil sehr umstritten.

Afghanistan

Seit 1990 war die Bundeswehr jedoch in vielen Auslandseinsätzen tätig. Im folgenden werde ich die aktuellen Einsätze auflisten. Der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr fand in Afghanistan statt bzw. findet immer noch statt. Die „Resolut Support Mission“ in Afghanistan beheimatet etwa 1000 deutsche Soldaten. Sie dient dem Wiederaufbau und der Friedenssicherung in Afghanistan.

Kosovo

Die „Kosovo Force“ ist seit langem ein Einsatz der Bundeswehr im Ausland. Die aktuelle Schlaglichter ca. 540 Soldaten.

Naher Osten

Die „Operation Counter Daesh“ mit 470 deutschen Soldaten findet im Nahen Osten statt und dient der Unterstützung der Anti IS Koalition.

Mali

Die „Minusma“ Operation befindet sich in Mali mit einer Stärke von 580 deutschen Soldaten und dient der Demokratiesicherung.

Andere Einsätze

Weiterhin ist die Bundeswehr im Rahmen ihrer Bündnisse im Libanon am Horn von Afrika und im Mittelmeer eingesetzt.

Auch in Zukunft sind Auslandseinsätze Teil der Bundeswehr und damit Teil eines jeden Soldaten der Bundeswehr. Fragen im Einstellungstest über die Auslandseinsätze der Bundeswehr werden häufig gestellt. Somit sehen die Prüfer, ob der Bewerber sich mit der Bundeswehr im Vorhinein beschäftigt hat.

Zumindest die größeren Einsätze sollte der Bewerber bereits im Vorhinein kennen. Somit unterstreicht er sein Interesse für die Bundeswehr und für den Beruf des Soldaten. Auslandseinsätze sind Teil eines jeden Soldaten, welcher sich längerfristig verpflichtet. Dies muss jedem Bewerber klar sein.

Auftrag der Bundeswehr

Der besondere Auftrag der Bundeswehr

Bundeswehr Auftrag
Auftrag der Bundeswehr

Auch der Auftrag der Bundeswehr gehört zum grundlegendem Wissen, welches im Einstellungstest unter Umständen abgefragt werden kann. Andernfalls kannst du auch dieses Wissen in das psychologische Gespräch bzw. im Interview mit einfließen lassen und somit einen postiven Eindruck bei den Prüfern hinterlassen.

Der Auftrag der Bundeswehr ist im Grundgesetz geregelt. Nach Art. 87a Abs. 1 Grundgesetz hat der Bund den Auftrag Verteidigungsstreitkräfte aufzustellen. Nach Gründung der Bundeswehr hatte diese hauptsächlich den Auftrag die Bundesrepublik Deutschland vor Angriffen aus dem Osten zu schützen.

Diese Auftragslage veränderte sich mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Auftrag der Bundeswehr verändert sich stetig. Das so genannte Weißbuch, welches vom Verteidigungsministerium und vom Bundestag verabschiedet wird, regelt jedes Jahr neu die sicherheitspolitische Situation und den Auftrag der Bundeswehr. Dabei bleiben gewisse Grundsätze in jedem Jahr im Weißbuch verankert. Kleine Änderungen gibt es jedoch regelmäßig. Im Folgenden werde ich ein Ausschnitt aus dem Weißbuch darlegen. Nach diesem Weißbuch aus dem Jahr 2016 hat die Bundeswehr den Auftrag im Rahmen des gesamtstaatlichen Ansatzes:

  • Deutschlands Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen und seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen;

  • zur Resilienz von Staat und Gesellschaft gegen äußere Bedrohungen beizutragen;

  • die außen- und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands abzustützen und zu sichern;

  • gemeinsam mit Partnern und Verbündeten zur Abwehr sicherheitspolitischer Bedrohungen für eine offene Gesellschaft und freie und sichere Welthandels- und Versorgungswege beizutragen;

  • zur Verteidigung der Verbündeten Deutschlands und zum Schutz ihrer Staatsbürger beizutragen;

  • Sicherheit und Stabilität im internationalen Rahmen zu fördern

  • europäische Integration, transatlantische Partnerschaft und multinationale Zusammenarbeit zu stärken.

  • Abgeleitet aus ihrem Auftrag nimmt die Bundeswehr in einem gesamtstaatlichen Ansatz folgende Aufgaben wahr:

  • Landes- und Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO und der EU

  • Heimatschutz, nationale Krisen- und Risikovorsorge und subsidiäre Unterstützungsleistungen in Deutschland

  • Internationales Krisenmanagement einschließlich aktiver militärischer und zivil-militärischer Beiträge

  • Partnerschaft und Kooperation auch über EU und NATO hinaus

  • Humanitäre Not- und Katastrophenhilfe, um einen Beitrag zur Übernahme von Verantwortung für die Bewältigung humanitärer Herausforderungen zu leisten.

  • Hinzu treten als durchgängig wahrzunehmende Aufgaben:

  • Verteidigungsaspekte der gesamtstaatlichen Cybersicherheit, Beiträge zum gesamtstaatlichen Lagebild im Cyber- und Informationsraum im Rahmen der nationalen und multinationalen Sicherheitsvorsorge sowie die Gewährleistung der Cybersicherheit in den bundeswehreigenen Netzen;

  • Unterstützungsleistungen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung nationaler Schlüsseltechnologiefelder sowie zur Förderung partnerschaftlicher, insbesondere europäischer und atlantischer Ansätze bei Forschung, Entwicklung und Nutzung von Fähigkeiten;

  • alle Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebes im Inland einschließlich der Wahrnehmung von Ämteraufgaben, Qualifizierung, Aus-, Fort- und Weiterbildung, Ausbildungs- und Übungsunterstützung und Militärischer Sicherheit und Ordnung.

Struktur und Aufbau der Bundeswehr

Wichtige Hintergründe für den Test

Struktur der Bundeswehr

Die Struktur und Organisation der Bundeswehr ist relativ komplex. Im Folgenden werde ich diese Strukturen verständlich erklären. Dieses Wissen kann besonders für das psychologische Gespräch oder das Interview im Einstellungstest wichtig werden. Die Prüfer bewerten es außerordentlich positiv; wenn der Bewerber sich mit der Bundeswehr auseinandergesetzt hat. Es ist durchaus möglich, dass die Prüfer dir Fragen zur Struktur und zum Aufbau der Bundeswehr stellen. Andernfalls kannst du diese Informationen auch eigeninitiativ in das Gespräch einfließen lassen.

Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt ist das Verteidigungsministerium bzw. der Verteidigungsminister, jedoch ausschließlich im Friedensfall. Im Kriegsfall geht die Kommando- und Befehlsgewalt auf den Bundeskanzler über.

Nachfolgend gliedert sich die Bundeswehr in einen militärischen Organisationsbereich und einen zivilen Organisationsbereich. Zu dem zivilen Organisationsbereich gehört die Bundeswehrverwaltung, also: Personal, Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung, Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen, sowie Rechtspflege und Militärseelsorge. Der zweite große Teilbereich ist der militärische Organisationsbereich. Dieser besteht aus den Streitkräften. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Luftwaffe, der Marine und zusätzlich dem zentralen Sanitätsdienst und der Streitkräftebasis. Seit dem 1. April 2017 besteht eine weitere Teilzeitkraft der Cyber- und Informationsraum.

Das Heer ist die größte Teilstreitkraft der Bundeswehr. Mit 60.000 Soldaten bildet das Heer somit den größten Teil des deutschen Militärs. Die Streitkräftebasis umfasst 41.000 Soldaten. Weiterhin umfasst die Streitkräfte Basis 8500 zivile Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Luftwaffe umfasst 28.000 Soldaten und Soldatinnen. Der Sanitätsdienst umfasst 20.000 Soldatinnen und Soldaten. Die Marine ist die bisher kleinste Teilstreitkraft der Bundeswehr. Die Marine umfasst 16.000 Soldaten und Soldatinnen. Der Cyber- und Informationsraum wird in Zukunft die Marine als kleinste Teilstreitkraft ablösen. Dieses Zentrum ist jedoch noch im Aufbau.

Jeder Teilstreitkraft gehören verschiedene Waffengattungen bzw. Truppengattungen an. Zum Beispiel beinhaltet das Heer die Infanterie. Zu der Infanterie gehören Fallschirmjägertruppe, Gebirgsjägertruppe und Jägertruppe. Weiterhin gehören die Panzertruppen zum Heer. Diese bestehen aus der Panzergrenadiertruppe und der Panzertruppe. Des Weiteren gehören zum Heer die Spezialkräfte, die Artillerietruppe, die Heeresfliegertruppe, die Pioniertruppe, die Fernmeldetruppe, die Heeresaufklärungstruppe und die Heereslogistiktruppe.
Die Luftwaffe lässt sich ähnlich wie das Heer in Truppengattungen einteilen. Die Luftwaffe besteht aus den Flugabwehrraketendienst, den Geschwader, dem Objektschutz der Luftwaffe, der Logistik, und dem Führungsdienst der Luftwaffe. Die Marine weist im Gegensatz zum Heer und zur Luftwaffe keine wirklichen Truppengattungen auf. Sie ist natürlich ähnlich gegliedert, jedoch nicht in Truppengattungen bzw. Waffengattungen. Dies liegt auch daran, dass die Marine mit 16.000 Soldaten die kleinste Teilstreitkraft ist.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr ist der ranghöchste Soldat des deutschen Militärs. Er repräsentiert die Bundeswehr und berät das Verteidigungsministerium und den Verteidigungsminister, sowie die Bundesregierung. Er ist sozusagen Spezialist und Ansprechpartner für die Politiker. Dem Generalinspekteur der Bundeswehr sind die Inspekteure der Teilstreitkräfte unterstellt. Jede Teilstreitkraft hat einen eigenen Inspekteur. Die Inspekteure der Luftwaffe, der Marine, des Heeres, der Streitkräftebasis und des Sanitätsdienstes berichten somit in dem Generalinspekteur über Vorkommnisse in ihren Aufgabenbereichen. Dieser informiert die Bundesregierung und das Verteidigungsministerium daraufhin. Die Hierarchie ausgehend von Generalinspekteur und den Inspekteuren der Teilstreitkräfte gliedert sich in vier Laufbahngruppen. Diese werde ich im nächsten Punkt darstellen. Du hast nun einen kurzen Überblick über den Aufbau und die Strukturen der Bundeswehr erhalten. Dies ist für den Einstellungstest mehr als ausreichend.

Gründung der Bundeswehr

Gründung der Bundeswehr ? Grundlagenwissen eines jeden Soldaten

Gründung der Bundeswehr

Im folgenden möchte ich euch kurz über die Gründung der Bundeswehr informieren. Eine gewissen Grundkenntnis ist für den Einstellungstest bzw. das Auswahlverfahren absolut notwendig. Auf Fragen im Auswahlverfahren solltest du dich Einstellen. Hiermit wird deutlich ob du wirklich Interesse an dem Beruf des Soldaten hast und ob du dich im vorhinein mit der Bundeswehr auseinandergesetzt hast. 

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs beschlossen die alliierten Besatzungsmächte Sowjetunion, Frankreich, Großbritannien, USA unter anderem im Abkommen von Potsdam die absolute Entmilitarisierung des Deutschen Reichs. Die bisherige Wehrmacht d.h. das deutsche Heer, die deutsche Luftwaffe, die deutsche Kriegsmarine und wurden aufgelöst. Es gab somit kein keine deutsche Armee mehr. Im Jahr 1949 wurde der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer die Aufgabe zuteil mit der westdeutschen Regierung erstmals über die Wiederbewaffnung zu sprechen. Eine möglich Wiederbewaffnung löste im deutschen Volk so kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine große Diskussion aus. Die deutschen oder die meisten deutschen wollten kein Militär mehr. Nie wieder Krieg. Nie wieder Zerstörung. Nie wieder Gewalt. Diese Diskussion setzte sich in den kommenden Jahren fort. Am 26. Februar 1954 wurde dann anschließend im Deutschen Bundestag über einen so genannten Werbebeitrag im westlichen Europa debatiert. Als schließlich der Bundesrat zustimmte unterzeichnete der damalige Bundespräsident Theodor Heuss am 26. März 1954 das vom Bundestag beschlossene Gesetz. Sofort nach Inkrafttreten des Gesetzes wurde mit der Rekrutierung freiwilliger, oft ehemaliger Wehrmachtssoldaten begonnen. Frankreich erwirkte mit einer Vertagung des Gesetzes über eine westeuropäsiche Armee im nationalen Parlament die Erschaffung eines neuen deutschen Militärs. Die Franzosen wollten mit der Vertagung des angesprochenen Gesetzes ein Alleingang der Bundesrepublik Deutschland in Militärfragen verhindern. Einige Monate später unterzeichnete der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Rüstungsbeschränkungserklärung.

Hiermit verzichtete Deutschland auf die Herstellung von Atomsprengköpfen oder chemischer und biologischer Waffen. Weiterhin gab Konrad Adenauer und die deutsche Regierung zu Wort, das eine Gründung einer deutschen Armee nur im internationalen Kontext geschehen solle. Alles in allem wurde nach Einsicht der Franzosen und auf Wunsch der USA, Deutschland in die NATO aufgenommen. Am 12. November 1955 überreichte Theodor Blank den ersten 101 Soldaten, welche sich freiwillig gemeldet hatten die Ernennungsurkunde. Der 12. November 1955 ist somit der offizielle Gründungstag des deutschen Militärs. Über den Namen des neuen deutschen Militärs wurde im Folgenden jedoch noch weiter gestritten. Der Sicherheitsausschuss des Deutschen Bundestages einigte sich auf den Namen „Bundeswehr“ und entschloss sich den Namen Wehrmacht nicht für die neue deutsche Armee zu verwenden, da dieser im nationalsozialistischen Regime erheblich belastet wurde. Somit war die Gründung der Bundeswehr abgeschlossen.

Mit Vorstrafen zur Bundeswehr ?!

Kann ich mit einer Vorstrafe zur Bundeswehr?!

Bundeswehr Vorstrafen

Die Frage ob du mit Vorstrafe zur Bundeswehr kannst oder die Vorstrafe zum Ausschluss im Auswahlverfahren bei der Bundeswehr führt wird oftmals diskutiert. Alles in allem lässt sich sagen dass eine Vorstrafe sich negativ auf das Auswahlverfahren des Bewerbers auswirkt. Allerdings ist eine Vorstrafe nicht zwangsweise ein Ausschlusskriterium.

Hier muss unterschieden werden, ob es sich um ein Ermittlungsverfahren handelt welches nach § 170 Abs. 2 der Strafprozessordnung eingestellt wurde (Strafbares Verhalten konnte nicht nachgewiesen werden → Unschuldig) oder ob es sich um eine rechtskräftige Verurteilung handelt. Ein Ermittlungsverfahren, in dem die betroffene Person freigesprochen wurde, führt zu keinen negativen Auswirkungen. Es ist sogar gesetzlich verboten einen Bewerber nachteilig zu behandeln, obwohl dieses freigesprochen wurde. Ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren, welches nicht zur Verurteilung führt wird jedoch auch nicht im Bundeszentralregister gespeichert. In diesem Fall würde ich im Auswahlverfahren keine Angaben zu derartigen Vorfällen tätigen.

Ein Ermittlungsverfahren, welches zu Verurteilung führte ist hingegen definitiv nachteilig. Auch die Einstellung des Verfahrens gegen einen Entgelt (Geldstrafe) ist eine rechtskräftige Verurteilung. Eine Gerichtsverhandlung ist für eine rechtskräftige Verurteilung somit nicht notwendig.

Solltest du bereits rechtskräftig verurteilt worden sein, wirst du dies bei den Bewerbungsunterlagen bzw. spätestens im Laufe des Einstellungstest mitteilen müssen. Die Rechtsabteilung der Bundeswehr wird im Einzelfall prüfen ob du mit Vorstrafe zur Bundeswehr kannst. Du musst der Rechtsabteilung der Bundeswehr Akteneinsicht in das Ermittlungsverfahren gewähren, worauf hin diese im Einzelfall entscheidet. Im Rahmen deiner Bewerbungsunterlagen musst du eine Einverständniserklärung abgeben. Die Bundeswehr hat somit Zugriff auf Einträge im Bundeszentralregister. Es obliegt somit der Rechtsabteilung der Bundeswehr zu entscheiden, ob du trotz einer begangenen Straftat geeignet bist in der Bundeswehr zu dienen.

Auf kritische Fragen im Auswahlverfahren solltest du dich einstellen. Hier kann ich dir empfehlen mit offenen Karten zu spielen und Reue zu zeigen. Dies zeigt den Prüfern, dass du dich mit deinem Fehlverhalten auseinandergesetzt hast und das du Verantwortung für dein Handeln übernimmst. Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen gehört zu den wichtigsten Faktoren in jeder Laufbahn und jeder Verwendung innerhalb der Bundeswehr.

Solltest du mehr über die Offizierslaufbahn, die Feldwebellaufbahn oder andere Faktoren  erfahren wollen, klicke auf die jeweilige Unterseite.

Bundeswehr Eignungstest Offizierslaufbahn

Der Bundeswehr Eignungstest

Der Bundeswehr Eignungstest der Offizierslaufbahn wurde von mir ausführlich dargestellt. Wenn du mehr über den Bundeswehr Eignungstest erfahren möchtest Klicke hier.

Im  Folgenden möchte ich dir jedoch auch eine visuelle Möglichkeit geben einen Eindruck vom Eignungstest Bundeswehr zu erhalten. Diese Aufnahmen sind aus dem Jahr 2013 und viele Informationen bezogen auf das Auswahlverfahren sind hier aus „Fairness“ nicht dargestellt. Diese kannst du dann auf meiner Seite nachlesen. Das Internet ist mittlerweile voll von Informationen bezüglich des Bundeswehr Eignungstest. Ich halte es weiterhin aus „Fairness“  für richtig, mögliche Bewerber auf dieser Seite zu informieren. Denn Bewerber ohne Bekannte und Verwandte mit Insiderwissen oder anderen Erfahrungen haben in meinen Augen aufgrund fehlender Informationen einen Nachteil im Bundeswehr Eignungstest. Im folgenden werde ich dir nochmal den Ablauf des Bundeswehr Eignungstest vorstellen. Dieser kann variieren, um den Bewerbern ein möglichst problemlosen Verfahrensablauf zu ermöglichen. Du wirst jedoch die aufgezeigten Punkte im Video wiederfinden.

Denke jedoch auch daran, dass dieses Video von der Bundeswehr selber inseriert wurde. Eine einseitige Berichterstattung ist in diesem Sinne normal. Jede Firma und jedes Unternehmen stellt sich für die Öffentlichkeit bestmöglich dar. Diese aus der freien Wirtschaft bekannte System wendet die Bundeswehr ebenfalls an. Aus meiner Sicht ist dies nicht verwerflich, sondern absolut normal. Es sollte jedoch jedem möglichen Interessenten klar sein. Die dargestellten Szenen sind aber aus meiner Erfahrung realistisch und aussagekräftig. Das Video des Bundeswehr Eignungstest ist aus dem Jahr 2013. Einige Änderungen im Prüfungsablauf sind möglich. So ist beispielsweise der dargestellte Bundeswehr Sporttest nicht mehr aktuell. Um mehr über den Bundeswehr Sporttest zu erfahren: „Hier klicken“.

Der Eignungstest Bundeswehr ist wie folgt aufgebaut:

Tag 1:

  • Ankunft

Tag 2:

Tag 3:

  • Sporttest

  • Eignung für das Studium/abschließendes Gespräch

Schau dir einfach mal das Video an und füllt die Lücken mit meinen Informationen.

Hier kommst du zum Video

Viel Spaß dabei.

Bundeswehr Cyber und Bundeswehr IT / Die Neue Teilstreitkraft

Auszug aus dem Abschlussbericht Aufbaustab Cyber- und Informationsraum

Folgend möchte ich dir einen Auszug aus dem offiziellen Aufbauabschlussbericht der neuen Teilstreitkraft vorstellen. Eine neue Teilstreitkraft (Bundeswehr Cyber und Bundeswehr IT) und für viele eine großartige Chance in der Bundeswehr Karriere zu machen. Viel Spaß beim Lesen.

Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sind in einer zunehmend vernetzten, digitalisierten Welt für Angriffe im Cyber- und Informationsraum (CIR) verwundbarer geworden. Diese digitale Verwundbarkeit der Gesellschaft haben sich in den letzten Jahren staatliche und nichtstaatliche Akteure – insbesondere im Rahmen der hybriden Kriegsführung – zu Nutze gemacht. Die mögliche Anonymität von Angriffen (Attributionsproblematik) und die kostengünstigen Möglichkeiten zur asymmetrischen Wirkung haben Cyber-Angriffe und Maßnahmen im Informationsumfeld zu einem wirkungsvollen Mittel gemacht – häufig um Ziele unterhalb der Schwelle eines militärischen Angriffs durchzusetzen.

Die zunehmend komplexeren Angriffe erfordern den Ausbau der staatlichen Handlungsfähigkeit zum Schutze unseres demokratischen Systems und seiner wirtschaftlichen Grundlagen. Die NATO behandelt den Cyber und Informationsraum deshalb als einen eigenen Operationsraum, viele Partnerländer haben eigene Cyber-Fähigkeiten in eigenen Organisationsformen ausgeprägt. Auch die Bundeswehr muss ihren Beitrag für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland ausbauen und sich auf die neuen Bedrohungen aus dem Cyber- und Informationsraum einstellen. Die technische Weiterentwicklung von einfachen Viren hin zu komplexen, schwer erkennbaren Attacken (Advanced Persistant Threats) stellt einen Qualitätssprung in der Bedrohungslage dar. Cyber-Angriffe auf Staaten und Kritische Infrastrukturen sind schon lange keine Fiktion mehr, sondern Realität. Zahlreiche Vorfälle in ähnlich entwickelten und digitalisierten Partnerländern und -streitkräften in den letzten Jahren belegen dies. Der Ausbau von Bundeswehr Cyber-Fähigkeiten ist daher ein essentieller Beitrag zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge und bietet zusätzliche Handlungsoptionen für Konfliktverhütung und Krisenbewältigung einschließlich der Begegnung hybrider Bedrohungen. Die Bundeswehr als zunehmend digitalisierte Großorganisation muss sich deshalb für die Chancen der Digitalisierung und die Bedrohungen des Cyber- und Informationsraums organisatorisch aufstellen. Der Aufbaustab CIR empfiehlt folgende organisatorische Maßnahmen: – Einrichtung einer Abteilung Cyber/ IT (CIT) im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) zum 1. Oktober 2016 (Grundbefähigung) – Aufstellung eines militärischen Organisationsbereichs für den Cyber- und Informationsraum mit einer Inspekteurin bzw. einem Inspekteur an der Spitze zum 1. April 2017 (Erstbefähigung) In der Abteilung CIT im BMVg in Berlin und in Bonn wird unter der Führung einer oder eines Ressort Chief Information Officer (Ressort-CIO) die Verantwortung für die Themen Cyber und IT „in einer Hand“ gebündelt (IT-Architekt). Der oder die Ressort-CIO verantwortet die Bereiche Cyber-/ ITGovernance und IT-Services/ Informationssicherheit sowie die unternehmerische Steuerung der Bundeswehr Informationstechnik GmbH (BWI). Diese Abteilung CIT folgt dem Prozessgedanken “PLAN, BUILD und RUN“. Die Bündelung der Kompetenzen für IT auf Abteilungsleiterebene soll so der stei- OFFEN Zusammenfassung Seite 2 genden Relevanz von IT und Digitalisierung Rechnung tragen und die Modernisierung der Bundeswehr in der Informationstechnologie schlagkräftig vorantreiben.

Mit dem Aufbau des militärischen Organisationsbereiches CIR soll der Bundeswehr Cyber- und Informationsraum als Operationsraum bzw. militärische Dimension angemessen abgebildet werden. Zugleich wird damit der besonderen Schwerpunktsetzung innerhalb der NATO und der EU zu diesem Aufgabenbereich Rechnung getragen. Im neuen Kommando (Kdo) CIR in Bonn werden unter Führung der Inspekteurin bzw. des Inspekteurs die Aufgaben Cyber, IT, Militärisches Nachrichtenwesen, Geoinformationswesen und Operative Kommunikation gebündelt und aus einer Hand truppendienstlich und fachlich geführt. Dazu wandern in einem ersten Schritt ca. 13.700 Dienstposten mit ihren Aufgaben zum Organisationsbereich CIR. Darüber hinaus werden ca. 300 Dienstposten für die Führungsfähigkeit des KdoCIR, die Aufstellung eines Zentrum Cyber-Sicherheit der Bundeswehr und die Stärkung der Aufgabe Computer Netzwerk Operationen herangezogen. Für das Kommando des Organisationsbereichs wird eine schlanke Startaufstellung empfohlen. Die bisherigen Standorte bleiben erhalten. Weitere Fähigkeiten werden auf der Zeitachse auf- und ausgebaut. Mit der organisatorischen Weiterentwicklung auf der Ebene BMVg und dem Organisationsbereich CIR kann die Bundeswehr die entscheidenden Weichen für eine stärker IT-getriebene Modernisierung und die Aufwertung des Bundeswehr Cyber- und Informationsraums als militärische Dimension stellen. Effizientere und schlagkräftigere Strukturen sind eine wesentliche und notwendige Voraussetzung für konkrete Verbesserungen wie schnellere Beschaffungsprozesse, einheitliche Strategien und harmonisierte Architekturen. Um neben der organisatorischen Weiterentwicklung auch in der Substanz bereits Fortschritte zu machen und die Modernisierung voranzubringen, empfiehlt der Aufbaustab ergänzende Maßnahmen auch zur Umsetzung der Strategischen Leitlinie Cyber-Verteidigung. Diese Maßnahmen zielen auf verschiedenste Bereiche wie Personal (z.B. dynamische Werdegangsmodelle), Rekrutierung und Ausbildung (z.B. Cyber-Security Studiengang an der UniBw München), den Ausbau der „Cyber Awareness“ in der Bundeswehr (z.B. Cyber-Hygiene Check-Up) und die ressortübergreifende Kooperation im Cyber-Raum (z.B. Dialog mit dem Bundesministerium des Innern).